Hessenlied

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Hier könnter des schöne Hesseliedsche ouhäiern:

Das Hessenlied ist die Hymne des deutschen Bundeslandes Hessen. Es zählt zu den zahlreichen im deutschsprachigen Raum verbreiteten Regionalhymnen.

Geschichte

Das Hessenlied entstand wie die meisten Werke dieser Kategorie in der wilhelminischen Ära. Die Melodie des Hessenliedes komponierte der Kasseler Musiklehrer Albrecht Brede; den zugehörigen Text verfasste der zu Lebzeiten recht bekannte Lyriker Carl Preser (1828 - 1910). Zunächst erfuhr das Lied nur als eines von vielen zeittypischen Chorwerken patriotischer Prägung eine gewisse Verbreitung, da im Großherzogtum Hessen bereits eine amtliche "Fürstenhymne" existierte und in Kurhessen bei offiziellen Anlässen die preußische Hymne gesungen werden musste. Erst nach dem Ende der Monarchie und der Gründung des Volksstaates Hessen im Jahre 1919 erlangte das Lied allmählich den Charakter einer semi-offiziellen Hymne und wurde durch die Aufnahme in Schulliederbücher einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. In der Zeit des Nationalsozialismus geriet das von einem recht heiteren, naturbezogenen und defensiven Patriotismus getragene Hessenlied als nicht ideologiekonform außer Gebrauch. Erst im Jahre 1951 entsann sich der neugewählte hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (SPD) des Liedes und propagierte persönlich die Verwendung des Stücks als hessische Landeshymne. Hintergrund waren die umfangreichen Bemühungen Zinns, dem nach 1945 aus mehreren historisch und gesellschaftlich sehr unterschiedlich entwickelten Regionen künstlich zusammengefügten Bundesland Hessen eine gemeinsame, positive Identität zu verschaffen. Anders als viele im gleichen Kontext zu sehende Ideen Zinns, etwa der Hessentag, wurde das Hessenlied bei der Bevölkerung allerdings nie wirklich populär; auch eine in den 50er Jahren begonnene, jahrzehntelang fortgeführte Aktion der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, die die Notenausgabe des Hessenliedes in großen Auflagen kostenlos an Schulen und andere Einrichtungen verteilte, konnte daran nichts ändern. Im Repertoire vieler hessischer Chöre ist das Hessenlied indes bis heute zu finden.

Text

Zu den Besonderheiten des Hessenlieds zählt der Umstand, dass es keine einheitliche, allgemein anerkannte Textfassung gibt. Bereits in der Kaiserzeit kursierten mehrere abweichende, teils regional gefärbte Varianten, die alle Preser als Verfasser nennen, so dass die Rekonstruktion einer "Urfassung" schwierig ist. In den amtlichen Notenausgaben der 50er Jahre wurde zeitweise eine gezielt geänderte Fassung verbreitet, in der die religiösen Elemente entfernt waren, die aber einen Fehler im Reimschema aufwies. Die nachfolgende Textversion ist eine in Chorausgaben gebräuchliche Variante ohne regionale Bezüge.


1. Ich kenne ein Land, so reich und so schön,
voll goldener Ähren und Felder.
Dort grünen vom Tal bis zu sonnigen Höh'n
dufthauchende, dunkele Wälder.
Dort hab' ich als Kind an der Mutter Hand
in Blüten und Blumen gesessen.
Grüß' Gott dich, du Heimat, du herrliches Land.
Grüß' Gott dich, mein liebes Land Hessen!

2. Den Burgen auf ragenden Höhen mein Gruß,
den Wäldern im Morgenrotstrahle,
den Strömen, die eherner Felsklippen Fuß
wild rauschend umspülen im Tale!
Grüß' Gott, wo ich einst an des Bächleins Strand
in Blüten und Blumen gesessen.
Grüß' Gott dich, du Heimat, du herrliches Land,
Herz Deutschlands, mein blühendes Hessen!

3. Dein Stamm, den die Urflut der Zeiten gebar,
hat fest in den Stürmen gestanden
und tapfer getrotzt der Geschicke Gefahr,
wenn and're schon zitternd sich wanden.
So wollen wir schirmen mit Hammer und Schwert
dich Hort, dessen Wert kann ermessen
kein Feind, der dir zornig den Frieden verwehrt:
Dein Schild sind wir, starkes Land Hessen!

4. Mag unsere Frist auch im Traume verweh'n
und stürzen, was wir dir gegeben,
wirst du doch den Morgen der Ewigkeit seh'n,
wirst Mutter sein strahlendem Leben,
denn stolz loht im Herzen der Enkel der Brand,
den einst uns're Ahnen besessen:
Gott grüße dich, Heimat, der Seligkeit Pfand:
unsterbliches Vaterland Hessen!

Von der Hessischen Landesregierung wird nachfolgende Version veröffentlicht, die den erwähnten Fehler aufweist: das anstelle von "Hessen" verwendete Wort "Hessenland" am Ende der letzten Zeilen beider Strophen fügt sich nicht ins Versmaß und reimt sich nicht auf "gesessen", passt aber besser zur Melodie.


1. Ich kenne ein Land, so reich und so schön,
voll goldener Ähren und Felder.
Dort grünen vom Tal bis zu sonnigen Höh'n
viel dunkele, duftige Wälder.
Dort hab' ich als Kind an der Mutter Hand
in Blüten und Blumen gesessen.
Ich grüß dich, du Heimat, du herrliches Land.
Herz Deutschlands, mein blühendes Hessenland.

2. Vom Main bis zur Weser, Werra und Lahn
ein Land voller blühender Auen,
dort glänzen die Städte, die wir alle sahn,
sind herrlich im Lichte zu schauen.
Dort hab ich als Kind an der Mutter Hand
in Blüten und Blumen gesessen.
Ich grüß dich, du Heimat, du herrliches Land.
Herz Deutschlands, mein blühendes Hessenland.
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"Gugg do..."

Zwei Oderwälder Eingeborene versuchen sich an Gitarre, Gesang und Begleitung. "Gugg do guggder..."

http://picosong.com/PkB9/

Houchgeloare oam Freidoach dem dreizehnde Juni Zwodausendferzeih, mehr sinn nedd aweglaiwisch. Die feärd Schdrohf kimmd noch äjendwoann doann.

"Die Hesse komme"

Während das Hessenlied bei der hessischen Bevölkerung kaum bekannt ist, ist der selbstironische Song „Die Hesse komme“ der Rodgau Monotones seit seiner Veröffentlichung 1984 als „inoffizielle Hymne“ beliebt geworden und übertrifft in seiner Popularität das Hessenlied um Längen. Ausschnitt:

Was kommt denn da für 'n wüster Krach aus Frankfurt, Darmstadt, Offenbach?
Was lärmt in Kassel Gießen und Wiesbaden bloß so gnadenlos?
Was tut den Bayern Schwaben Friesen gründlich jeden Spaß vermiesen?
Was tobt seit vielen Wochen schon? 'Ne schaurig schöne Invasion!

Erbarme, zu spät die Hesse komme

München stöhnt entsetzt "jo mei", Oktoberfest mit Äppelwoi
Hamburgs heller Stern versinkt, wenn der Fischmarkt erst nach Handkäs stinkt
Die ganze Westberliner Scene gibt sich Kraut mit Rippche hin
Und sogar das Ruhrgebiet kaut Hartekuche statt Pommes Frites

Weil Breakdance zu gefährlich ist gibt's Electric-Bembel und Gummitwist
Schneller noch als Kurtis Blow babbelt Lia Wöhr in ihrer Show
Discos geben nichts mehr her, denn Heavy-Schunkeln bringt viel mehr
Was ist das größte Scratcher-Ass gegen das Gerausche in der Klappergass
Da packt euch das kalte Grausen, unser David Bowie heißt Heinz Schenk
Hallo ihr Kulturbanausen, seht die Sache einfach nicht so eng!

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